Das pädagogische Konzept

Mensch sein lernt der Mensch nur am Menschen (Rudolf Steiner)
Musik mit der Harfe

Mit allen Sinnen die Welt begreifen

Die erste Beziehung, die ein Kind zur Welt aufbaut, wird ganz durch die Sinneserfahrungen bestimmt. Durch die Sinne nehmen wir unsere Umwelt wahr und können gleichzeitig auf sie einwirken. Für Kinder stellt die sinnliche Wahrnehmung den Zugang zur Welt dar. Sie ist die Wurzel jeder Erfahrung. Wahrnehmen ist ein aktiver Prozess, bei dem sich das Kind seine Umwelt aneignet und sich mit ihren Gegebenheiten auseinandersetzt. Durch die Sinne begegnet es den Lebewesen und Dingen; es kann sie sehen, hören, fühlen, anfassen, kann sie schmecken und riechen, sich mit ihnen bewegen. Die Sinne liefern dem Kind viele Eindrücke über seine Umwelt und über sich selbst in Zusammenhang mit ihr. Das Greifen ist auch immer ein Bergreifen, das Fassen, ein Erfassen.
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in Bewegung

Mensch sein

In dieser frühen Kindheit ist das Interesse des Kindes ganz auf Gesten, Gebärden, Bewegung gerichtet. Durch Bewegung entwickelt sich Sprache, durch Sprache entwickeln sich Gedanken. Wenn das kleine Kind sich ganz hineingibt in die Gesten, die Bewegung, so nimmt es aber nicht nur das äußere Bild wahr. Die Gesinnung der Menschen seiner unmittelbaren Umgebung, deren Seelenhaltung, werden nachgeahmt und Bestandteile des eigenen Lebens und Handeln. Die moralischen Qualitäten, die das Kind aus seiner Umgebung aufnimmt, entscheiden für sein künftiges Leben.
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eingewoben in die verschiedenen Rhythmen des Lebens

Lebenskräfte stärken

Der Mensch ist in viele lebenstragende Rhythmen hineingestellt wie z. B. Wachen - Schlafen, Sommer - Winter, Schmerz - Freude. Der Grundtypus des Rhythmus ist der Atem. Das heißt: Rhythmus meint keine verfestigte Wiederholung, sondern etwas Lebendiges: Ein - und Ausatmen, Spannung und Lösung. Die körperliche und seelische Gesundheit ist von dem harmonischen Zusammenwirken der Rhythmen abhängig. Rhythmus trägt Leben, er ist Träger unserer Gesundheit. Rudolf Steiner
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Laternenkind

Der Seele Nahrung geben

Der Waldorfkindergarten versteht sich als ein christlicher, aber nicht konfessionsgebundener Kindergarten. Das religiöse Erleben spielt eine bedeutende Rolle. Es werden die christlichen Feste im Jahreskreislauf gefeiert und verschiedene religiöse Elemente gehören zum täglichen rhythmischen Ablauf, wie z. B. das Dankgebet vor dem Frühstück. Das kleine Kind denkt noch wesenhaft. Es lebt noch ganz in der Bildersprache und deshalb ist es wichtig, dass die Feste auch bildhaft gestaltet werden. Die christlichen Feste gehören zur religiösen Kindererziehung im Waldorfkindergarten, denn sie sind wichtige Seelennahrung!
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Sprachentwicklung und Sprachpflege

Sprachentwicklung und Sprachpflege

Nicht erst seit PISA legen die Pädagogen in Waldorfkindergärten ein besonderes Augenmerk auf die Sprachentwicklung des Kindes. Neben dem Gespräch zwischen ErzieherIn und Kind gibt es am Vormittag in vielfältiger Form sprachlich gestaltete Elemente.
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